Definition
Polymer ist ein Makromolekül, gebildet durch die wiederholte kovalente Verknüpfung vieler kleiner Einheiten, der Monomere. Es ist die molekulare Grundlage aller Kunststoffe, Kautschuke, Fasern und vieler biologischer Materialien (Proteine, Zellulose, DNA).
Klassifizierung nach Herkunft
- Natürlich: Zellulose, Stärke, Proteine, Naturkautschuk, Lignin
- Synthetisch: PE, PP, PVC, PS, PET, PA, PC, ABS… (Großteil des Marktes)
- Halbsynthetisch: Rayon, Zelluloseacetat, modifizierte Naturkautschuk-Derivate
Klassifizierung nach Architektur
- Linear: gerade Ketten (HDPE, PA 66, PS)
- Verzweigt: Ketten mit Verzweigungen (LDPE, ABS)
- Vernetzt (Crosslinked): PE-X, vulkanisierter Kautschuk, Duroplaste
- Dendritisch: baumartige Strukturen (Spezialität)
Klassifizierung nach Wärmeverhalten
- Thermoplaste: schmelzen und werden reversibel umgeformt (PP, PE, PA, PC)
- Duroplaste: chemisch ausgehärtet, kein erneutes Schmelzen (Epoxid, Phenol)
- Elastomere: flexibel, kehren nach Verformung zurück (Kautschuk, TPE)
Klassifizierung nach Zusammensetzung
- Homopolymere: ein einziges Monomer (PE, PP-H)
- Copolymere: zwei oder mehr Monomere (ABS = Acrylnitril + Butadien + Styrol)
- Blends: zwei physisch gemischte Polymere (PC/ABS, PA/PPS)
Strukturabhängige Schlüsseleigenschaften
- Molmasse: Steifigkeit und Verarbeitbarkeit
- Molmassenverteilung: Prozessfenster und Zähigkeit
- Kristallinität: Steifigkeit, Opazität, Schwindung
- Polarität der Kette: Chemikalienbeständigkeit, Haftung, Transparenz
Synonyme