Definition
Ein Kunststoff (Plastik) ist ein synthetisches oder halbsynthetisches Material, dessen Rückgrat ein Polymer (Polymer) ist — lange Ketten aus sich wiederholenden Moleküleinheiten — meist kombiniert mit Additivs (Additiven), die Farbe, Stabilität, Fließen und Festigkeit einstellen. Das Wort verweist auf seine Plastizität: erhitzt lässt es sich formen und dann zu einem festen Teil aushärten — genau das nutzt das Spritzgießen.
Kunststoff vs Polymer vs Harz
- Polymer: das reine Langkettenmolekül (z. B. Polyethylen).
- Kunststoff: das nutzbare Material = Polymer + Additive, der Alltagsbegriff für das fertige Compound.
- Harz (Harz): im Spritzbetrieb der granulierte (Granulat) Kunststoff, der in die Maschine geht. In der Praxis werden „Harz", „Kunststoff" und „Material" fast synonym verwendet.
Die zwei Familien, die fürs Spritzen zählen
- Thermoplast (Thermoplast): erweicht beim Erhitzen und erstarrt beim Kühlen, reversibel — kann geschmolzen, geformt, gemahlen und wieder geschmolzen werden. Praktisch das gesamte Spritzgießen nutzt Thermoplaste.
- Duroplast (Duroplast): härtet zu einem dauerhaften vernetzten Netzwerk und kann nicht wieder geschmolzen werden (z. B. Epoxid, Phenol). Wird mit anderen Verfahren verarbeitet.
Struktur, die das Verhalten bestimmt
Thermoplaste sind entweder Amorph (amorph: ungeordnete Ketten — PC, ABS, PS: allmähliches Erweichen, geringere Schwindung, oft transparent) oder teil-Teilkristallin (teilkristallin: geordnete Bereiche — PP, PA, POM: scharfer Schmelzpunkt, höhere Schwindung, Chemikalienbeständigkeit). Diese Struktur bestimmt Schmelzverhalten, Viskosität (Viskosität), Schwindung und wo das Fenster des Spritzgießprozess (Spritzgießprozesses) liegt.
Verwandte Begriffe
- Siehe auch: Polymer, Thermoplast, Duroplast, Harz, Additiv
Woraus besteht Kunststoff?
Aus einem Basispolymer — langen sich wiederholenden Molekülketten, meist aus Petrochemie oder zunehmend bio/recycelt — gemischt mit Additiven wie Stabilisatoren, Farbmitteln, Gleitmitteln und Verstärkungen, um nutzbare Eigenschaften zu erreichen.
Was ist der Unterschied zwischen Kunststoff und Polymer?
Ein Polymer ist das reine Langkettenmolekül; ein Kunststoff ist das nutzbare Material aus diesem Polymer plus Additiven. Im Spritzguss heißt der granulierte Kunststoff, der in die Maschine geht, meist Harz.
Welche Kunststoffarten werden im Spritzguss verwendet?
Fast immer Thermoplaste, die reversibel schmelzen und erstarren — unterteilt in amorphe Typen (PC, ABS, PS) und teilkristalline Typen (PP, PA, POM); Duroplaste härten dauerhaft aus und nutzen andere Verfahren.