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DFM: Design for Manufacturing (Fertigungsgerechte Konstruktion)

Auch bekannt als: diseño para manufactura · design for manufacturability · konstruktion für fertigung · 面向制造的设计 · design for manufacturing · DFM · design for moldability · diseño para la manufactura

Konstruktion

Definition

DFM (Design for Manufacturing / Konstruktion für die Fertigung) ist die Disziplin, das Teildesign so anzupassen, dass es im Spritzguss wirtschaftlich, reproduzierbar und robust gefertigt werden kann — und Geometrien zu vermeiden, die Ausschuss, lange Zyklen oder teure Werkzeuge verursachen.

Kern-DFM-Prinzipien für Spritzguss

  • Gleichmäßige Wandstärke: Schwankung <25 % gegen Einfallstellen und Verzug
  • Entformungsschräge (Draft): mindestens 0,5° pro Seite, 1 – 2° bei Texturen
  • Eckenradien: mindestens 0,5 × Wandstärke gegen Spannungskonzentration
  • Rippen: Höhe 2,5 – 3 × Wandstärke, Rippendicke 50 – 70 % der Nachbarwand
  • Dome (Bosses): Außendurchmesser 2 × Schraubendurchmesser, keine Materialanhäufungen
  • Keine Hinterschnitte, außer mit Schieber oder Sonderauswerfer

Empfohlene Wandstärken nach Harz

  • PP, PE: 0,8 – 3,0 mm
  • ABS, PS: 1,0 – 4,0 mm
  • PA, PC: 0,8 – 3,5 mm
  • POM: 1,0 – 3,0 mm
  • Faserverstärkt: bis 6 mm möglich

Nutzen von DFM

  • 20 – 40 % geringere Werkzeugkosten durch Vermeidung von Schiebern
  • 10 – 25 % kürzere Zykluszeit durch gleichmäßigere Kühlung
  • Ausschuss <1 % in stabiler Produktion
  • Längere Werkzeuglebensdauer durch geringere Belastung kritischer Zonen

Häufige Fehler

Blech- oder Drehkonstruktionen ohne Anpassung an Spritzguss übernehmen, dicke Wände für "mehr Festigkeit" (verursacht Einfallstellen), tiefe Texturen ohne ausreichende Schräge (Kratzer beim Entformen) und hohle Dome ohne Fußradius.

Synonyme

design for assembly and manufacturing
design for moldability
design for production
DFP
DFMA

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