Definition
Die Düsentemperatur ist die geregelte Temperatur des Heizbandes an der Maschinen-Düse (Düse) — die letzte Zone, die die Schmelze durchläuft, bevor sie in den Anguss (Anguss) eintritt. Sie wird meist gleich der oder etwas über der vorderen Zylindertemperatur-Zone eingestellt und auf die Ziel-Schmelze-Temperatur des Kunststoffs ausgerichtet.
Einstellen
- Von der empfohlenen Massetemperatur des Datenblatts ausgehen und die Düse gleich (oder +0–10 °C über) der vorderen Zylinderzone einstellen.
- Mit einer Luftschuss-Massetemperaturmessung prüfen und nachregeln, bis die Ist-Schmelze dem Ziel entspricht.
- Wärmeempfindliche Kunststoffe (POM, PVC) am unteren, Hochtemperatur-Kunststoffe (PC, PA, PEEK) am oberen Ende.
Zu niedrig vs. zu hoch
- Zu niedrig: die Schmelze friert an der Spitze ein — Kaltpfropfen, verstopfte Düse, Kurzschuss-artige Füllungen und ein Anguss, der nicht sauber löst.
- Zu hoch: Sabbern und Fadenbildung zwischen den Schüssen, Anguss-Kleben, Farbverschiebung und thermische Degradation.
Warum wichtig
Die Düse ist eine kleine thermische Masse, die jeden Zyklus das kühle Werkzeug berührt, also die Zone, die am ehesten einfriert oder überhitzt. Eine korrekte, stabile Düsentemperatur hält den Anguss sauber und den Schuss wiederholgenau.
Verwandte Begriffe
- Siehe auch: Düse, Düsenspitze, Zylindertemperatur, Schmelze, Anguss
Was ist die Düsentemperatur beim Spritzgießen?
Es ist der Heizband-Sollwert an der Maschinendüse, der letzten Schmelzezone vor dem Anguss. Sie liegt meist nahe der vorderen Zylinderzone und der Ziel-Massetemperatur.
Wie stellt man die Düsentemperatur ein?
Bei der empfohlenen Massetemperatur beginnen, die Düse gleich oder knapp über der vorderen Zylinderzone setzen, dann mit einer Luftschussmessung prüfen und feinjustieren.
Was passiert bei zu niedriger Düsentemperatur?
Die Schmelze kann an der Spitze einfrieren, einen Kaltpfropfen bilden oder die Düse verstopfen — das führt zu Kurzschüssen und einem Anguss, der klebt statt zu lösen.