Definition
Alle Geräte, die zur Unterstützung des Spritzgießprozesses verwendet werden, wie Wasser-Temperiergeräte, Heißkanal-Temperaturregler, Roboterarme, Sensoren und Bildverarbeitungssysteme.
Definition
Alle Geräte, die zur Unterstützung des Spritzgießprozesses verwendet werden, wie Wasser-Temperiergeräte, Heißkanal-Temperaturregler, Roboterarme, Sensoren und Bildverarbeitungssysteme.
**Trockner (Dryer)** ist die Anlage, die die Feuchtigkeit des Harzes vor dem Spritzguss reduziert und so Hydrolyse (chemische Degradation), Splay (silberne Streifen), Blasen und instabile Maße verhindert. Sie ist für hygroskopische Harze (PA, PC, PET, ABS, PBT) **zwingend**. ## Trocknertypen - **Warmluft (Hot-Air)**: erhitzte Umgebungsluft 80 – 90 °C. Günstig, aber auf nichthygroskopische Harze beschränkt. Feuchte kann nicht unter Umgebungswert. - **Trocknungsmittel (Desiccant)**: trockene Luft, regeneriert über Molekularsiebe (Zeolithe) oder Silicagel. Taupunkt -40 °C Standard. Branchenstandard. - **Vakuum**: beschleunigte Feuchteentfernung unter Vakuum. Trocknungszeit 1/3 des Desiccants. Teuer, schnell. - **Druckluft (Compressed-air)**: gekühlte Druckluft + Filtration. Für kleine Volumen. ## Typische Parameter je Harz | Harz | Trocknungs-T | Zeit | Taupunkt | |---|---|---|---| | ABS | 80 – 90 °C | 2 – 4 h | -25 °C | | PA 6, PA 66 | 80 °C | 4 – 8 h | -40 °C | | PC | 120 °C | 4 – 6 h | -40 °C | | PET | 160 – 175 °C | 4 – 6 h | -40 °C | | PBT | 120 °C | 3 – 4 h | -40 °C | | PMMA | 80 – 90 °C | 2 – 4 h | -25 °C | ## Systemkomponenten - Trocknungstrichter mit Diffusor / Innenkonus - Lufterhitzer (elektrisch) - Umluftgebläse - Filter (Ein- und Auslass) - Regenerierbares Trocknungsmittelbett - PID-Temperaturregelung + Taupunktsensor ## Häufige Fehler - Trocknungstemperatur zu niedrig: Feuchte nicht ausreichend gesenkt - Zu hoch: Degradation / Anhaften im Trichter - Zu kurze Zeit: vor allem beim Wechsel Neuware → Regrind (höher hygroskopisch) - Taupunktsensor defekt: Trocknungsmittel gesättigt oder Regeneration fehlgeschlagen - Verlust trockener Luft zwischen Trockner und Maschinentrichter (nicht isoliert)
**EOAT (End-Of-Arm-Tooling)** ist das Werkzeug am Handgelenk eines Industrieroboters, das frisch entformte Teile handhabt: aus dem Werkzeug entnehmen, positionieren, Anguss trennen, stapeln oder an Folgeprozesse übergeben. Es ist die mechanische Schnittstelle zwischen Roboter und Teil. ## Rolle des EOAT im Spritzguss Das EOAT fährt beim Öffnen ins Werkzeug, greift das Teil mit Saugnäpfen oder Greifern, entfernt ggf. den Anguss und legt das Teil auf einem Förderband oder einer Arbeitsstation ab. Seine Auslegung bestimmt die Entnahmezeit —typisch 0,5 bis 3 s— und damit einen relevanten Anteil der Gesamtzykluszeit. ## Übliche Komponenten - Grundplatte mit Roboteranschluss - Vakuumsauger (für ebene, glatte Flächen) - Pneumatische oder elektrische Greifer (für Teile ohne Sauggeometrie) - Anwesenheitssensoren und Vakuumschalter - Anguss-Trennscheren (Sprue Cutter) - Pneumatik mit Steuerventilen ## EOAT-Bauformen - Vorgefertigt für einfache Teile - Maßgeschneidert in Aluminium oder 3D-gedruckt für komplexe Geometrien - Modular rekonfigurierbar (Profilsysteme 30×30 mm) - Multi-Teil für Familienwerkzeuge oder Mehrkavitäten ## Auslegung und häufige Probleme Übergewicht (verlangsamt den Roboter), Kollision mit dem Werkzeug, Vakuumverlust an porösen Flächen, Greiferverschleiß und Fehlausrichtung beim Wiedereinfahren. Abhilfe durch Bahnsimulation, redundante Sensorik und vorbeugende Wartung.
Netzwerk aus vernetzten Geräten, Sensoren und Software, die Daten in industriellen Umgebungen sammeln und analysieren, um Spritzgießprozesse in Echtzeit zu optimieren.
Spezielle Ausrüstung oder Werkzeuge, die eine direkte Funktion mit dem Formteil nach dem Auswerfen aus dem Werkzeug haben, wie Trenner, Nachkühlvorrichtungen und Förderbänder.