Definition
CNC (Computerized Numerical Control) ist die Technologie, mit der eine Werkzeugmaschine programmierte Bahnen über einen elektronischen Controller abfährt, der G-Code und M-Code interpretiert. Im Spritzguss-Werkzeugbau bearbeiten CNC-Maschinen Platten, Kavitäten, Kerne und Einsätze des Werkzeugs.
CNC in der Werkzeugfertigung
Die CNC-Steuerung bewegt die Linearachsen (X, Y, Z) und Drehachsen (A, B, C) nach programmierten Koordinaten und hält Toleranzen von ±5 bis ±50 µm in Schlichtoperationen. Die Genauigkeit hängt ab von Maschinensteifigkeit, Spindelqualität, Wegmesssystemen und Hallentemperatur.
Häufige CNC-Maschinen im Werkzeugbau
- 3-Achs-Vertikal-Bearbeitungszentren (VBZ) für Platten
- 5-Achs-Zentren für komplexe Kavitäten und Hinterschnitte
- CNC-Drehmaschinen für zylindrische Einsätze und Kerne
- Draht- und Senk-EDM für feine Details
- CNC-Schleifmaschinen für Sub-Mikrometer-Toleranzen
Programmierung und Kommunikation
G-Code-Programme werden in CAM erzeugt und per Ethernet, USB oder DNC übertragen. Gängige Steuerungen: Heidenhain TNC, Fanuc, Siemens Sinumerik, Mitsubishi und Mazatrol. Jede nutzt leicht abweichende G-Code-Dialekte.
Häufige Probleme
Kollisionen durch Simulationsfehler, thermische Drift an Spindeln, unkompensierter Werkzeugverschleiß und Werkstück-Null-Fehler. Abhilfe schaffen Messtaster, Spindellast-Überwachung und vorbeugende Instandhaltung.
Synonyme