Definition
CAM (Computer-Aided Manufacturing) oder computergestützte Fertigung ist der Einsatz von Software zur Steuerung von Werkzeugmaschinen — Fräsen, Drehmaschinen, Erodiermaschinen, Roboter — auf Basis von CAD-Modellen. Im Werkzeug- und Formenbau wandelt CAM die Werkzeuggeometrie in Bearbeitungsbahnen um, die von CNC-Maschinen ausgeführt werden können.
CAM in der Spritzgusswerkzeugfertigung
Der CAD/CAM/CNC-Workflow ist das Rückgrat der Werkzeugmacherei: Der Konstrukteur erstellt das 3D-Modell in CAD, der Programmierer definiert Operationen (Schruppen, Schlichten, Polieren, EDM) im CAM, und die CNC-Maschine führt den erzeugten G-Code aus. So lassen sich komplexe Geometrien mit Mikrometer-Toleranzen reproduzieren.
Typische Operationen
- 3+2-Achs- und 5-Achs-Simultanfräsen für komplexe Kavitäten
- Drehen für zylindrische Einsätze
- Draht- und Senk-EDM für feine Details
- Hochgeschwindigkeitsbearbeitung (HSC) in gehärteten Stählen
Gängige CAM-Software
PowerMill, Mastercam, NX CAM, Cimatron, hyperMILL, SolidCAM und EdgeCAM gehören zu den Branchenführern im Werkzeug- und Formenbau.
Nutzen und Herausforderungen
Reduziert menschliche Fehler, verkürzt Durchlaufzeiten und steigert die Genauigkeit. Erfordert geschulte Programmierer, vorgelagerte Simulation zur Kollisionsvermeidung und maschinenspezifische Postprozessoren.
Synonyme