Definition
Manuelle oder automatische Tätigkeit, bei der ein Bauteil, eine Unterbaugruppe oder ein Kabel in die Werkzeugkavität eingelegt wird, um es zu umspritzen.
Definition
Manuelle oder automatische Tätigkeit, bei der ein Bauteil, eine Unterbaugruppe oder ein Kabel in die Werkzeugkavität eingelegt wird, um es zu umspritzen.
Vom automatisierten System gesteuerter Prozess, von der Dosierung und Erwärmung des Kunststoffs bis zum Öffnen, Schließen und Auswerfen des Werkzeugs mit Hilfsmitteln wie Roboterarmen und Förderbändern.
**Kavität** ist der Hohlraum im Werkzeug, der die Außenform des Spritzgussteils bestimmt. Zusammen mit dem **Kern (Core)** definiert sie die endgültige Geometrie: Was die Schmelze füllt, wird nach dem Abkühlen exakt zum Teil. ## Kavität vs. Kern - **Kavität (Düsenseite)**: meist die feste Werkzeughälfte, definiert die Sicht- / Außenfläche. - **Kern (Auswerferseite)**: meist die bewegliche Hälfte, definiert die Innenflächen und trägt die Auswerferstifte. Die Linie, an der beide Hälften zusammentreffen, ist die **Trennebene**. ## Ein- vs. Mehrkavitäten-Werkzeuge - 1 Kavität: Prototypen, große Teile, geringe Stückzahlen - 2, 4, 8, 16 Kavitäten: mittlere Serien (Behälter, Verschlüsse) - 32, 64, 96, 128 Kavitäten: Großserien (PET-Verschlüsse, Preforms) - Familienwerkzeuge: unterschiedliche Kavitäten im selben Werkzeug für einen Teile-Satz ## Wichtige Auslegungspunkte Balanciertes Verteiler-System für simultanes Füllen aller Kavitäten, symmetrische Kühlung, Entformungsschräge auf jeder Vertikalwand, Oberflächenfinish (Textur, VDI- oder SPI-Polierstufe) und austauschbare Einsätze an Verschleißpunkten (Gates, Kerne). ## Typische Kavitätenfehler Ungleichgewicht in Mehrkavitäten-Werkzeugen (Teile mit Grat, andere unvollständig), Kratzer durch Fehlausrichtung, Auswerfermarken durch falsch positionierte Stifte und lokaler Verschleiß an Gates mit schlechterer Kühlung.
Greifbares Kunststoffteil, das auf Basis des Werkzeugdesigns gebildet wird, das Ergebnis eines Spritzgießprozesses mit spezifischen Eigenschaften und Funktionalitäten.
Zyklus, bei dem einige Phasen automatisch von der Maschine ausgeführt werden, während andere manuell vom Bediener durchgeführt werden. Er kombiniert Präzision und Geschwindigkeit der Automatisierung mit den Fähigkeiten und der Kontrolle des Bedieners.